Geschichte und Hintergrundwissen

Unser Stamm Thomas Morus wurde 1931 zusammen mit dem Stamm Windischeschenbach gegründet. Mit dem Verbot aller Jungendverbände durch das NS–Regime ab 1939 und somit auch der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) waren die Pfadfinder gezwungen ihre Treffen und Veranstaltungen heimlich abzuhalten. Dadurch geriet die Pfadfinderbewegung immer mehr in den Hintergrund.

Bemerkenswert ist, dass die Einheitsjugendbewegung der NS-Zeit ( HJ) die äußeren Merkmale der wesentlich älteren Pfadfinderei kopierte: Hemd (Kluft) und Halstuch.

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges gründete am 27.01.1947 H. H. Kooperator Götz mit 15 Jungen den Stamm Thomas Morus Weiden in der Pfarrei Herz Jesu. Sie versuchten die Pfadfinderei auch in Weiden wieder aufleben zu lassen. Als ersten Stammesvorsitzenden wählten sie Hans Kriechenbauer und ihr erster Stammeskurat war natürlich H. H. Kooperator Götz. Die Mitglieder des Stammes versprachen damals „Gott, der Kirche und dem Vaterland zu dienen, jederzeit und allen Menschen zu helfen und dem Pfadfindergesetz zu gehorchen“. Alt2
Die Mitgliederzahl vergrößerte sich damals sehr schnell: Noch im Gründungsjahr konnten 31 Wölflinge im Alter von 9 und 10 Jahren von der pfadfinderischen Idee begeistert werden. Mit großem Engagement ging man z.B. daran eine Schalmeienkapelle und einen Chor aufzubauen. Ein wichtiger Schritt war die Zulassung von Mädchen und Frauen in der DPSG: Im Jahr 1988 wurden die ersten Mädchen in unserem Stamm aufgenommen. In der Zwischenzeit haben nun schon viele hundert Jugendliche die Nachfolge der 15 jungen Männer angetreten und versprachen ebenso den pfadfinderischen Idealen gerecht zu werden.

Bis zum Bau des Pfarrheimes Herz Jesu 1966 hielt man die Gruppenstunden im Keller einer Baracke ab

Bis zur Einräumung des Pfarrheimes im Juni 1966 hielt man die Gruppenstunden im Keller einer Baracke ab

Heute gibt es in unserem Stamm über 100 aktive Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Hier erfahren sie Spaß, Abenteuer, Freundschaften, Natur, Zeltlager und Begegnungen (alles, was ein Pfadfinder eben so macht!) zusammen mit Gleichaltrigen in einer Gruppe.